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23.04.2012 

 

 

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Achim Martin Wensien: Die kurdische Fackel
 

 

Inhalt

Der frisch diplomierte türkische Sozialwissenschaftler Serif Mardinli verdingt sich Anfang der Achtzigerjahre beim bundesdeutschen Verfassungsschutz. Daran zerbricht seine Lebensgemeinschaft mit Clara, die dem linken Spektrum angehört. In Albert Jäger, dem erfahrenen Polizeibeamten und Staatsschützer, findet Serif einen väterlichen Freund. Gemeinsam gehen sie den Aktivitäten der PKK auf deutschem Boden nach. Ihr V-Mann Marmaris, ein kurdischer Asylbewerber aus dem Gebiet der Aufständischen, weiß auch aus dem Umkreis der RAF einiges zu berichten – doch wie sein Vertrauen gewinnen? Eine Gratwanderung beginnt, die Ende Mai 1986 bis nach Ostanatolien führt.

Dieser Roman fußt auf Tatsachenmaterial. Er vermittelt tiefe Einblicke in den Alltag von Verfassungsschützern und nimmt den Leser mit in die problematischen Überlappungszonen von Freiheitskampf und Terror.

 

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Autorenporträt
 

 

Achim Martin Wensien

Achim Martin Wensien wurde 1951 in der Türkei geboren und verbrachte dort seine Kindheit und seine Schulzeit. Seit 1970 lebt der verheiratete Dipl.-Soziologe in Deutschland.

 

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Pressestimmen

Schwarzwälder Bote, 22. April 2006

Schwarzwälder Bote vom 26.10.2001:

... Hier bietet Achim Martin Wensien interessante Einblicke in die Formen und Ursachen extremistischen Denkens, und – hochinteressant – er zeigt uns geradezu typenhaft wie in einem Entwicklungsroman die Wandlung, die Annäherung eines Türken und deutschen Verfassungsschützers an die kurdische Idee. Er zeigt, wie Sympathie aufkeimt für ein geprügeltes Volk, wie Verständnis keimt. Die Aktivitäten der PKK in Deuschland werden in dem Roman aber keinesfalls bejubelt, zum Glück nicht einmal bloß platt kommentiert, sondern psychologisch sensibel und vielschichtig in ihren Auswirkungen auf das Denken der Menschen analysiert. Wensien beschreibt sicher die Gratwanderung seines Helden zwischen der Bekämpfung von Terror und der vorsichtigen Anerkennung des Freiheitskampfes eines geschundenen Volkes. Dabei gleitet Wensien nie in die soziologische Fachsprache oder in eine gekünstelte Worthudelei ab. Er schreibt präzise und spannend, die Handlung zielt fadengerade von Hamburg nach Ostanatolien, spielt in Büros gleich stilsicher wie in der Wohnung der Geliebten, und meidet auch, sparsam eingesetzt und sehr wirkungsvoll, starke Symbole nicht: eben die “kurdische Fackel”, die, so erkennt der Held Serif Mardinli, “nicht ausbrennen darf, bevor das Land befreit ist”.

Sehr lesenswert.

 

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