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Presse-Info
Wie kam es zu diesem Buch? Wie alle anderen Menschen, die ich so kenne, habe auch ich mich bis vor einiger Zeit an dem orientiert, was wir im Allgemeinen als Realität verstehen und definieren, was wir gewöhnt sind und uns vertraut ist. Was man anfassen, sehen, hören, schmecken und riechen kann, das existiert und ist somit real - alles andere gehört in die Bereiche Glauben oder Phantasie. Und auch das ist geregelt: Glauben gehört in die Kirchen, wenn möglich in die etablierten - und Phantasie duldet man im Rahmen von Kunst und vielleicht noch bei Kindern. Ich galt und gelte in meinem Umfeld von jeher ein bisschen als "Exot", da ich mich nie so ganz auf diese enge Sichtweise von Realität beschränken mochte. Ich habe mich sehr oft mit Dingen und Vorstellungen beschäftigt, die bei meinen engeren Mitmenschen nicht zu den gängigen Themen gehörten. Auch ich habe mich zwar an den üblichen Vorgaben orientiert, habe gelernt und übernommen und mich den Normen gemäß verhalten, wusste aber immer, dass es darüber hinaus noch etwas anderes geben muss. Um dieses "andere" zu finden und mich darauf einzulassen, bedurfte es einer massiven Krise und verschiedener Geschehnisse, die zusammentrafen und die gar nicht so einfach zu verkraften waren. Man hat mich inzwischen häufiger gefragt, wie es mit dem Schreiben begann - besonders mit dieser Art des Schreibens. Nun, es war so, dass ich ab einem bestimmten Zeitpunkt alles notierte, was mir wichtig war. Ich schrieb per Hand oder in den Computer, was mich bewegte und was immer mir einfiel. Ich spürte einen ständig zunehmenden Druck, mich schriftlich zu äußern. Zuerst ging es um persönliche Belange, um mich und meine Situation. Später wurden die Themen umfangreicher und allgemeiner. Und ich schrieb fast ständig, sowohl zu Hause als auch unterwegs. Manchmal waren die Situationen, in denen ich schreiben "musste", schon recht komisch - selbst beim Einkaufen oder Autofahren war ständig Material in meinem Kopf, das ich kaum kontrollieren konnte. Und ich hatte immer einen Stift und einen Block zur Hand. Das ging schließlich so weit, dass ich mich nicht mehr aufs Autofahren konzentrieren konnte und bei längeren Fahrten auf Parkplätzen anhielt, um ein paar Zeilen zu schreiben. Es war ein ziemlich irritierender Vorgang, bis ich lernte, das besser zu kontrollieren und nur nachzugeben, wenn ich wirklich Zeit hatte und schreiben wollte! Irgendwann hörte ich dann einmal von "medialem Schreiben", und ich probierte es einfach aus. Wie es zu den Inhalten dieses Buches kam, habe ich darin geschildert, da es ein spannender und bewegender Prozess war. Die eigentliche Essenz des Buches sind jedoch mediale Texte, also Texte, die ich unter völliger Ausschaltung meines Tagesbewusstseins, meines Verstandes und aller eigenen Gedanken und Empfindungen schreibe. Ich versuche immer, jedem, der fragt, zu erklären, dass uns diese Texte geschickt werden und ich nur der Empfänger bin, der sie aufzeichnet, ordnet und zusammenfasst. Wie das konkret bei mir geschieht, diese Art des Schreibens, ist sehr einfach. Ich setze mich gemütlich hin, nehme einen Block und einen Stift, "schalte ab" und sage laut und deutlich: "Ich höre zu." Und dann beginnt es immer sofort! Meist kommt zunächst ein einzelnes Wort oder ein Satz - und dann steht innerhalb weniger Minuten der komplette, fertige Text auf dem Block. Und zwar, ohne dass ich irgendwie eingreife, zensiere oder auch nur darüber nachdenke, was ich da schreibe. Wenn ich gestört werde oder mein Verstand sich einmischt, dann hört es sofort auf und ich komme nicht weiter. Ich habe mir auch angewöhnt, die Texte nicht sofort zu lesen - ich lese und erkenne immer erst am nächsten Tag, wenn ich das Geschriebene dann in den Computer tippe, was da steht! Dieser Vorgang ist auch nach wie vor sehr anrührend und keineswegs selbstverständlich für mich. Er hat mit unserer und auch meiner Vorstellung von Realität eben nicht viel gemein, und bleibt spannend für einen Menschen wie mich, der bisher alles, was mit Seele u.ä. zusammenhing, als "sinnlose Suche nach Sinn" abgetan hat. Trotzdem empfinde ich große Freude dabei und sehe es als Auftrag an, dem ich auch weiterhin nachgehen werde. Die Texte kommen nämlich nach wie vor und sind so schön wie zu Beginn. Ich glaube, dass es ein wunderschönes Geschenk für uns alle sein kann!
Es ist ein bisschen schwierig, dieses Buch einzuordnen. Die eigentlichen Texte könnte man als Lyrik bezeichnen, Real-Lyrik oder Real-Poesie vielleicht; man könnte sie als Gedichte sehen, aber als Gedichtband kann man das Buch eben auch nicht einfach bezeichnen, denn dann sähe es so aus, als sei ich die Autorin, die diese Gedichte schreibt - und das stimmt nun mal so nicht! Ich stelle meinen Wortschatz und natürlich eine Menge Einsatz und Bereitschaft zur Verfügung. Aber uns allen etwas sagen - das will eine Instanz, die mehr weiß als ich!
Dass das Buch überhaupt entstanden ist, ist einer dieser so genannten Zufälle. Ich habe zu Beginn niemandem von diesen Geschehnissen erzählt, da ich dachte, man würde mich für verrückt erklären. Erst als das nicht aufhörte und die Texte immer flüssiger wurden, immer schöner klangen und mich immer mehr beeindruckten, da gab ich sie ganz vorsichtig mal einigen lieben Menschen zu lesen. Und die Reaktionen waren ausnahmslos begeistert. Jeder, der darin las, fand irgendeinen Text, der ihn persönlich besonders ansprach, der ihn betraf und berührte. Manche fanden Hinweise darin auf ihre persönliche Lebenssituation und betrachteten sie als Hilfe, einmal alles unter anderen Gesichtspunkten, einem anderen Blickwinkel oder aus einer anderen als der gewohnten Perspektive zu betrachten. Und alle sagten mir, dass ich sie auch andere lesen lassen sollte. Einer der Freunde, denen ich sie dann gab, war Rüdiger Richter von der Buchhandlung Hykel in Frankenberg - und er machte Nägel mit Köpfen: Er gab das Manuskript an den Triga-Verlag, der sich sehr schnell entschloss, mir die Veröffentlichung anzubieten. Und nun ist es am 1. Juli 2003 erschienen. Und wenn ich ehrlich bin, bin ich immer noch sehr verblüfft darüber!
Gestaltung Ich weiß, dass E.S., also die Instanz, die uns da Gedanken, Bilder und Texte schickt, auch Einfluss genommen hat auf die äußere Gestaltung des Buches. Als klar wurde, dass wirklich ein Buch aus dem Geschriebenen entstehen sollte, konnte ich es nämlich sofort vor mir sehen - ich "wusste", dass die äußere Gestaltung ausdrücken sollte, dass wir hier etwas "gesendet" bekommen. Und so entstand die Briefform. Ich bin sehr dankbar, dass der Verlag die ungewöhnliche, schlichte und edle Aufmachung mitzumachen bereit war. Und auch solche Ideen umzusetzen bereit war, wie z.B. einige der Texte quer über die Buchseiten zu setzen. Immerhin geht es ja um Blickwinkel, um neue Perspektiven und darum, das Altvertraute mal loszulassen. Auch eine CD mit ins Buch aufzunehmen, war wichtig. Es sollen viele Menschen erreicht werden - durchaus auch solche, die nicht so gerne lesen oder nicht so viel Zeit dazu haben. 29 der Texte sind deshalb in einem Studio von Radio Bremen aufgenommen worden und stecken auf CD mit im Buch.
Buch Das Buch Absender E.S. enthält Texte, die uns aus einer anderen Dimension erreichen. In liebevollen Worten voller Trost und Wärme zeigen sie uns neue Perspektiven auf für unseren irdischen Weg, eröffnen uns ungewohnte Blickwinkel auf unser Leben, unsere Probleme und unsere Fragen und geben Hinweise denen, die auf der Suche sind nach einem Sinn. Sie berühren unsere Seele, zeigen uns unsere Realität in einem neuen Licht und erlauben, wenn wir bereit dazu sind, auch einen Blick über diese Realität hinaus. Die bisherige Erfahrung mit den Texten zeigt, dass sich Leser auf sehr unterschiedliche Art angesprochen, betroffen und berührt fühlen, und dass sie keinen wirklich "kalt" lassen. So enthalten sie für den einen Rat und Hinweis in einer speziellen Lebenssituation, für den anderen neue Gesichtspunkte bei der Bewältigung von Problemen, und ein anderer wiederum findet Anregungen für eine neue oder erweiterte Sichtweise auf menschliches Miteinander oder wird in seiner eigenen bereits begonnenen Suche weitergeführt. Und vor allem anderen erinnern uns die Texte an unsere Verbundenheit und Geborgenheit in einem Ganzen, das die eigentliche und endgültige Heimat unserer Seelen ist, lassen diese Geborgenheit fühlbar werden, und fordern uns auf, mit unserer eigenen Seele wieder in Kontakt zu treten.
Inge Müller, Juli 2003
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