Jochen Bauer: Sonnendunkel Lyrik Lichtpunkte Band 76
Inhalt
Im Geist der Trauer beginnend befreit sich Bauer in seinem Gedichtband in das Licht heiterer sonnengetränkter Tage, ehe er auf der Basis eines festen geerdeten Glücks in die Sprache der Sinnsuche zurückfindet. Seine Ausdrucksform verdichtet er zu einer absoluten Sprache, die durch die Hülle ihrer Gegenstände auf ein tiefes, dahinter gleißendes sinnliches Scheinen blickt, das immer auch der bloße Abgrund des Nichts sein könnte, eine von der Hölle des Unmenschlichen bedrohte Fassade der Welt. Doch wer einmal aus dem Dunkel ins Licht trat, sieht mit einem geweiteten Blick auf die Inhalte der Welt. Er vermag die Erkenntnis zu fassen, dass nur der Gang durch ein tosendes Feuer den Vorhang der Sonne aus der Nacht steigen lässt wie Worte, die kreisen, fallen und sich finden in Eins.
Jochen Bauer wurde 1971 in Würzburg geboren, machte 1990 Abitur in Aschaffenburg und studierte Germanistik in Mainz. Bis 1999 arbeitete er als Literaturrezensent. Seit 2000 ist Jochen Bauer als freier Autor in Aschaffenburg tätig. Veröffentlichungen: Die blauen Hallen der Psychiatrie (1994); zahlreiche Literaturrezensionen in Fritz (1997–1999); Mein Haus 5, Theaterstücke (2004); In Purpur lag der Morgen, Kurzgeschichten (2005).
Bruchköbler Kurier, 26. April 2007: Dieser begibt sich mit seinem Werk auf eine poetische Reise voll geballter Sprachkraft, die ihn aus der Tiefe der Verzweiflung an das Licht der Welt führt und in eine absolute Sprache. Jochen Bauer verdichtet und entkleidet die Sprache selbst und blickt am Ende direkt in das Wesen der Dinge.
Frizz - Das Magazin, Juni 2007: Neues Buch des Aschaffenburger Autors. ... lesens- und nachdenkenswert.
Main-Echo, 26. Mai 2007: Bauers "Sonnendunkel" ... bestechen in ihrer jeweils individuellen Form durch Sprachgewandtheit und die Fähigkeit, Gefühle mit Worten verständlich, also: erlebbar, zu machen.