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Gabriele Engelbert
Ausgezählt
Krimigeschichten
LiteraturWELTEN Band 28

Inhalt

Ungewöhnliches, Unerwartetes, Überraschendes geschieht in Gabriele Engelberts Minikrimis. Nicht die Jagd nach einem Mörder macht dabei die Spannung aus, sondern die Entwicklung einer Situation, die sich unaufhaltsam zuspitzt und plötzlich eine unvorhersehbare Wendung nimmt. Die Krimigeschichten zeichnen dabei jeweils ein prägnantes Psychogramm der Beteiligten. Subtiler Nervenkitzel, der unter die Haut geht.

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Autorenporträt
 

 

Engelbert_Autorinnenfoto

Gabriele Engelbert, 1949 in Hamburg geboren, nach dem Abitur ein Jahr in Namibia als Praktikantin an einer deutschen Schule, Reisen nach Angola und Südafrika. Anschließend Geografiestudium in Hamburg mit Diplom-Abschluss.
Seit 1973 verheiratet, vier Kinder. Wohnorte in und um Hamburg, bei Buxtehude, in Köln und Flieden, seit 2006 wohnhaft in Schlüchtern.
Neben dem Job als Familienmanagerin Veröffentlichungen von Kurzgeschichten, Kurzromanen, Kurzkrimis, Berichten und Lyrik in Tages- und Wochenzeitschriften, Anthologien und Erzählbänden. Seit 1994 Freie Mitarbeiterin bei Tages- und Wochenzeitungen.
 

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Pressestimmen

Buchtipp in der Stadtzeitung Bad Soden - Salmünster im November 2010

Kinzigtal-Nachrichten, 11.09.2010
„Ausgezählt“: Neue Krimis von Gabriele Engelbert
SCHLÜCHTERN Gedankenspielereien, Zufälle, verblüffende Wendungen: Die Schlüchternerin Autorin Gabriele Engelbert liebt es, ihre Leser zu überraschen. Dies gelingt ihr mit dem Krimiband „Ausgezählt“ vortrefflich.

Zwar handelt es sich bei Engelberts neuestem Erzählband um Kurzkrimis, doch nicht so sehr das Krimi-Genre an sich reizt die in Schlüchtern lebende Autorin, sondern die Menschen und die Bedingungen, unter denen sie leben. Immer wieder ist die 61-Jährige erschrocken, wozu jemand in der Lage ist, bei dem sich Wut und Verzweiflung über Jahre angestaut haben, wie Beziehungen in Gewalt eskalieren können, wie viel Gleichgültigkeit in der Gesellschaft herrscht, was sich unter der Oberfläche abspielt.

In ihren fesselnd erzählten Geschichten, zu deren stärksten „Totholz“ zählt, legt sie daher nicht nur großen Wert auf die Entwicklung der häufig ausweglos erscheinenden Situationen, sondern auch auf die Charakterisierung der Protagonisten. Sie zeichnet feinsinnige Psychogramme, schreibt von gebrochenen Ehefrauen und -männern, von Haustyrannen, neugierigen Nachbarn, gewitzten Nachwuchsdetektiven und raffinierten oder vermeintlichen Mördern. Die Jagd nach dem Täter rückt dabei in den Hintergrund. Ungewöhnliches, Unerwartetes und Zufälliges geschieht in Engelberts subtilen Minikrimis, die mitunter tragisch oder grausam, jedoch fast immer überraschend enden. Doch auch der Humor kommt nicht zu kurz, besonders dann, wenn Kinder die Szenerie betreten und ihre Sicht der Dinge dargestellt wird.

„Gedankenspielereien“
Die in Hamburg geborene Autorin liebt es, ihre Leser zu verblüffen. „Es macht Spaß, sich etwas auszudenken, das sich andere nicht ausdenken“, sagt sie. Ihre Geschichten bezeichnet sie selbst als „Gedankenspielereien“. Bevor es die Hanseatin in den Bergwinkel verschlug, lebte sie unter anderem in Hamburg, Köln und Flieden. Nach dem Abitur arbeitete sie ein Jahr als Praktikantin an einer deutschen Schule in Namibia, reiste nach Angola und Südafrika und studierte anschließend. 1973 heiratete die Diplom-Geografin und zog vier Töchter groß, von denen heute zwei in Schweden leben. Auch Engelbert verbrachte als Kind ihre Ferien oft im elterlichen Sommerhaus in Dänemark. Und so ist es kein Wunder, dass sich unter ihren Lieblingsautoren etliche skandinavische Schriftsteller finden, darunter Selma Lagerlöff und Astrid Lindgren. Neben Kurzprosa verfasst Engelbert Lyrik und ist die hessische Regionalbeauftragte der Gesellschaft der Lyrikfreunde. Und nicht zuletzt schreibt sie seit vielen Jahren als freie Mitarbeiterin für unsere Zeitung.

Ihre literarischen Texte hat sie in zahlreichen Magazinen, Anthologien und Erzählbänden veröffentlicht. Auch mehrere Bücher sind bereits unter ihrem Namen erschienen. So zum Beispiel „Freihändig“ (1988), „Hier bin ich, Marjellchen: Briefe über Masuren“ (1991), „Ich und du und Puk: Ein Kind erklärt die Welt“ (2002) sowie „Ausgezählt“ (2010). Darüber hinaus ist im vergangenen Jahr eine Anthologie mit dem Titel „Sie streichelt ihre Katze mehr als mich“ auf den Markt gekommen, in der Engelbert ebenfalls mit einer Geschichte vertreten ist.

Das Vorlesen und Geschichten ausdenken hat Tradition im Hause Engelbert, sind doch alle ihre Töchter mit einer überbordenden Fantasie ausgestattet, die sie sich schon früh zu nutze machten und Eltern, Verwandte und Freunde aufs Beste unterhielten. Und so ist auch einer der Kurzkrimis, „Nebel“, von gemeinsamen Spaziergängen an der schwedischen Küste inspiriert. Mit ihrem Ehemann Hans-Jürgen, einem promovierten Ethnologen, teilt Engelbert nicht nur ihre Leidenschaft für klassische Musik, sondern auch für das Reisen. Wie in ihren Erzählungen und Gedichten liebt sie die Abwechslung: „Ich möchte immer etwas Neues sehen.“
Von unserer Mitarbeiterin Kathrin Noll

Lauterbacher Anzeiger, 07.08.2010
Geschichten von seltsamer Bekanntheit - hier finden Sie den gesamten Artikel

Fuldaer Zeitung, 07.08.2010
Mordende Frauen, tote Tyrannen - hier finden Sie den gesamten Artikel
 

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