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Pressestimmen
www.rautenberg-buch.de Katalog 2011: Die Rautenberg Buchhandlung hat das Buch Sehnsucht nach Vanille von Margot Wesner in ihren aktuellen Katalog als Buchtipp aufgenommen.
Glogauer Anzeiger - Ausgabe Februar 2011:

Bund der Vertriebenen, September 2010 Titelaufnahme in den Buchdienst des BdV www.bdv-nrw.de
Neuer Glogauer Anzeiger - Juli 2010

Schlesischer Kulturspiegel Juni 2010 Die gebürtige Glogauerin wählt die sechsjährige Lena als Protagonistin ihrer autobiographischen Erzählung. Die ersten Lebensjahre verbringt das Mädchen in Glogau ......und schließlich das Einleben in Frankfurt. Die feinfühlige Lena entwickelt ganz eigene Lebensbilder, teilt etwa ihre Mitmenschen in helle und dunkle Menschen ein. Der Reiz des Buches liegt in der durchgehaltenen Kindperspektive mit eigenen Wortschöpfungen.
Rautenberg Buchhandlung, Februar 2010: Dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, dem "Tier, das Häuser und Menschen frisst", folgen die Flucht der Familie in den Westen und damit der Verlust des "Zuhausehauses".
Soldat im Volk, Januar / Februar 2010: ... Das Resultat ist eine spannende Geschichte, die zutiefst berührt und unter die Haut geht.
Kieler Zeitung, 02. Januar 2010: "Sehnsucht nach Vanille" spät entdeckt Fargau - Margot Wesner wollte ihr Leben lang schreiben. Zeit dazu fand die 70-Jährige erst im vergangenen Jahr. Notizen machte sie sich jedoch ihr Leben lang. Kistenweise stapeln die sich in ihrem Haus in Fargau. Genug Stoff also, um ihrem just erschienenen autobiografischen Roman "Sehnsucht nach Vanille" eine Fortsetzung folgen zu lassen."
Neuer Glogauer Anzeiger, Januar 2010: Das Resultat ist eine spannende Geschichte, die zutiefst berührt und unter die Haut geht.
www.roterdorn.de Januar 2010: Das Leid von Flüchtlingen lässt sich kaum in Worte fassen. Sie müssen ihre Heimat verlassen und erleben auf der Flucht meist schreckliche Dinge, die sie ihr ganzes Leben lang nicht mehr vergessen können. Margot Wesner erzählt in ihrem Buch „Sehnsucht nach Vanille: Szenen einer Kindheit“, wie die sechsjährige Lena den Zweiten Weltkrieg und die damit verbundene Flucht aus Schlesien erlebt hat.
Lena ist noch ein kleines Mädchen, als der Zweite Weltkrieg beginnt. Bisher lebte sie mit ihrer Familie in Golgau, einer Stadt in Schlesien. Ihre Kindheit war schön, was nicht zuletzt auch damit zusammen hang, weil ihrer Familie ausreichend finanzielle Mittel zur Möglichkeit standen. So besaßen sie nicht nur ein ansehnliches Haus, sondern auch eine Haushaltshilfe namens Otti, die zugleich Kindermädchen war. Diese kümmerte sich liebevoll um Lena und ihre Geschwister Inge, Männe und Betti. Manchmal bereitete Otti Vanillepudding zu und erlaubte Lena den Topf auszuschlecken, wonach Lena sich später während des Krieges immer wieder zurücksehnte. Ihren ersten Schock erlebt die kleine Lena, als im Dachboden ein Feuer ausbricht und in Folge dessen ihre geliebte Großmutter stirbt. Doch es bleibt nicht nur dabei. Lena und ihre Familie müssen Glogau verlassen, da der Krieg immer näher rückte. Otti jedoch kommt nicht mit, da sie sich um ihre eigene alte Mutter kümmern will, die selbst nicht mehr in der Lage ist zu flüchten. Lena kann kaum begreifen, was gerade passiert. Da der Vater sich an der Front befindet, bleibt Lenas Mutter nichts anderes übrig als mit den Kindern und ihrer Schwester, Mathilde, zu flüchten. Es beginnt eine harte Zeit für Lena, denn sie erlebt nicht nur schreckliche Dinge, sondern muss auch begreifen, dass ihre Mutter Männe, Inge und vor allem Betti Lena gegenüber bevorzugt. Inmitten der Kriegswirren, des Hungers und der Not, sehnt sich Lena nach der Vergangenheit und dem warmen Vanillepudding ihrer geliebten Otti...
Besonders beeindrucken ist, dass man als Leser alles aus dem Blickwinkel der kleinen Lena betrachtet, obwohl hier kein Ich-Erzähler verwendet wurde. Viele Dinge werden relativ naiv betrachtet, was gleichzeitig die sinnlose Grausamkeit des Krieges verdeutlicht, die Kinder kaum begreifen können. Ebenfalls ist es solch ein Werk für die Nachkommen der Kriegsgeneration sehr wichtig, um nachvollziehen zu können, was vor allem Kinder in dieser Zeit erleben und verarbeiten mussten – und das alles ganz ohne Psychologen und entsprechender Therapie. Auch wird oftmals vergessen, dass Städte, die heute zu Polen gehören, früher deutsch waren und bis heute in diesen Gebieten nach wie vor Menschen mit deutschen Wurzeln leben. Der Autorin Margot Wesner ist hier ein ganz besonderes Buch gelungen, welches auf eindrückliche Art und Weise nicht nur die Schrecken des Krieges aufzeigt, sondern auch die Gefühlswelt eines kleinen Mädchens, die nicht einmal in ihrer Familie Halt finden kann. Der Leser empfindet durchweg Mitleid für Lena und kann nicht verstehen, wieso ihre Mutter sie anscheinend nicht lieben kann. Somit werden zwei interessante Themen in diesem Werk verhandelt, die gekonnt verwoben werden. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm, wobei ein stilistisches Mittel mehrmals auffällt. Margot Wesner verwendet einige Male Neologismen mit dem Wort „ewigkeiten“, wie beispielsweise „ewigkeitengut“. Es ist zwar kein größerer Störfaktor, jedoch passt dies trotzdem nicht so ganz zu dem übrigen Stil.
Fazit: Sehr empfehlenswertes Buch, das eindrucksvoll beschreibt, wie ein kleines Mädchen den Krieg und die Flucht erlebte. http://www.roterdorn.de/inhalt.php?xz=rezi&id=15022
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