Ich war traurig. Aber was wusste ich davon, was Tod letztlich bedeutet? Ja, Abschied – jemanden nie mehr auf dieser Erde wiedersehen Die Großmutter ist gestorben. Für die damals fünfjährige Autorin ist es der erste schmerzliche Abschied. Während des Krieges – das Mädchen ist inzwischen elf – trifft die Nachricht vom Tod des Vater ein. Der Verlobte stirbt an Leukämie. Später betrauert sie die Mutter, dann den Bruder. Die Trauer führt sie zu sich selbst und gibt ihr Kraft, Erinnerungen wach werden zu lassen. Es sind dankbare Erinnerungen an die Menschen, die ihr Leben begleitet haben. Erinnerungen an Kindheitserlebnisse in Westpreußen, die Flucht, das Kriegsende und den schweren Neubeginn in Rangsdorf bei Berlin, ihren Beruf als OP-Schwester, ihre Heirat, die beiden Kinder und das neue Zuhause in Bruchköbel.
... „Jahrgang 33“, so lautet der schlichte Titel eines Buches, in dem Anneliese Wein-Vollstedt ihre Lebenserinnerungen festgehalten hat. Und das ist so faszinierend und interessant gelungen, dass man das Buch kaum vor der letzten Seite aus der Hand legen möchte. Sehr schöne alte Fotos, nostalgisch anmutend, lassen ein Gefühl für die damalige Zeit lebendig werden. Das Buch beginnt mit einem Brief an den Enkelsohn der Autorin, für ihn hat sie ihre Erinnerungen aufgeschrieben.
Stadtjournal Altenstadt, 22.06.2000:
... Ein persönliches, ein gefühlvolles Buch. Erinnerungen, die keiner Äußerlichkeiten bedürfen ...