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Inhalt
1933: In Essen wird Harald Haenchen geboren, die Nationalsozialisten gewinnen die Reichstagswahlen, Haralds Vater wird Parteimitglied. Der kleine Harald verinnerlicht schnell: Man muss den "Führer" lieb haben, weil er gut für die Deutschen sorgt und sie vor bösen Feinden schützt. Kindliche Fragen nach Ungereimtheiten werden mit der Verlegenheits- und Unfähigkeitsformel "Das verstehst du noch nicht" beantwortet. Der Krieg: Bomben fallen auf das Ruhrgebiet, auf Essen, auf Haralds Haus in der Rolandstraße. Der Junge begreift nicht, wie der "Führer" das zulassen kann. Als schließlich die "Festung Ruhrgebiet" fällt, bricht auch Haralds Welt zusammen. Was wäre wohl aus Harald Haenchen geworden, wenn der braune Spuk länger als die besagten zwölf Jahre angedauert hätte? Womöglich ein strammer Nazi. In der Jugendarbeit des Pastors Wilhelm Busch findet er eine Möglichkeit zur Neuorientierung.
Weitere Veröffentlichungen bei TRIGA - Der Verlag: Asnide – Zehn Geschichten einer Magd unter ihren fremden Herren (2001).
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Pressestimmen
www.buchlemmi.de November 2009: Eine sehr interessante Beschreibung über die Kriegszeit bzw. die NS-Zeit im Ruhrgebiet über die Kinder- und Jugendzeit eines Jungen. http://www.buchlemmi.de/thread.php?threadid=1656
ZDF, Juli 2009: In dem Roman ... wird subjektiv aus der Sicht des Nicht-Helden Harald Haenchens geschildert, wie in einer Familie, deren Vater unkritisches NSDAP-Mitglied und die Mutter “naiv” gegenüber dem Unrechtsregime ist ... Der Roman ist chronologisch nach Jahren geschrieben, u. a. wird der Besuch Adolf Hitlers in Essen, und die Erlebnisse Haralds in der Familie sowie die politischen Ereignisse dokumentiert.
www.roterdorn.de Juli 2009: Rezension von Noelle Hans-Dieter Lührmann, Theologe und ehemaliger Pfarrer, beschäftigt sich in seinem neusten Werk „Zwölf verlorene Jahre: Die Jugend des Harald Haenchen während des Dritten Reichs in Essen“, welches im Triga Verlag erschienen ist, mit der den Auswirkungen, die der Nationalsozialismus auf Kinder, die zu dieser Zeit geboren wurden, hatte. Harald Haenchen wurde 1933 in eine unheilvolle Zeit hineingeboren. Durch die im Jahre 1929 ausbrechende Wirtschaftskrise, geht es seiner Familie finanziell eher schlecht, sodass er eigentlich zu kaum einen ungünstigeren Zeitpunkt geboren werden konnte. Er erlebt als Kleinkind mit, wie Hitler immer mehr an Macht gewinnt, jedoch kann er sich selbst nicht wirklich erklären, was es mit Hitler auf sich hat. Also fragt er nach und erhält von verschiedenen Personen und u.a. von seiner Schwester die Antwort, dass Hitler der Retter ist, der den Bösen ihre Schranken weisen wird. Harald übernimmt diese Meinung ohne sie wirklich zu hinterfragen, denn erste Antworten erhält er als kleines Kind sowieso nicht. Er wird Zeuge, wie Essen bombardiert wird, obwohl er felsenfest von den Versprechungen Hitlers und Görings überzeugt war, dass auf das Ruhrgebiet keine Bomben fallen werden. Zwei Mal müssen die Haenchens umziehen, da sie ausgebombt werden und Essen nach und nach die „Festung Ruhrgebiet“ in sich zusammenbricht. Die Amerikaner marschieren ein und Harald ist überrascht, dass sie anders sind, als Hitler propagiert hat. Sie sind keine Monster, sondern größtenteils kinderfreundliche Männer, die ab und zu auch den Kindern Kaugummi oder Kekse schenken. Nach dem Krieg besucht Harald einen Bibelkreis für Höhere Schüler und stellt erschrocken fest, dass hier ähnliche Lieder gesungen werden, wie unter den Nationalsozialisten, jedoch wird als Herr und Retter nicht mehr Hitler angesehen, sondern Gott. Harald ist nun vollkommen verwirrt, aber Pastor Wilhelm Busch versucht ihm dabei zu helfen wieder auf den richtigen Weg zu kommen... Interessant ist die Sichtweise des Buches. Man erlebt alles mit den Augen des kleinen Harald Haenchen, der eigentlich nur die Meinung der anderen Menschen über Hitler übernehmen kann, da er einfach zu jung ist, um sich eingehend mit dieser Thematik zu beschäftigen. Man erfährt als Leser, wie Kinder in dieser Zeit durch ihre Umgebung beeinflusst wurden und wie sich dies auf sie auswirkte. Bereichernd ist auch, dass sowohl auf Aufstieg als auch auf Fall des Nationalsozialismus eingegangen wird und dass vor allem Kinder damit zu kämpfen hatten, dass alles Idealisierende, was sie über Hitler gehört haben, plötzlich in sich zusammenfällt und ein völlig neues Weltbild eröffnet. Abschließend ist zu sagen, dass der Schreibstil sehr flüssig ist und dazu beiträgt, dass man das Buch problemlos in wenigen Stunden durchgelesen hat. Fazit: Dieses Buch ... ist ein gutes Werk für alle, die sehen wollen, wie sich Kinder zu dieser Zeit gefühlt haben und welche Auswirkungen der Nationalsozialismus auf ihr Denken und Handeln hatte. http://www.roterdorn.de/inhalt.php?xz=rezi&id=13589
Zevener Zeitung, 16. Mai 2009:

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