Wer Freund ist und wer Feind - das weiß niemand in diesen Wirren des Krieges, 1944, in Ostpreußen, zwischen den Fronten. Am allerwenigsten die Kinder, die dorthin „in Sicherheit” vor dem Bombenhagel in der Heimat gebracht wurden. Bald sind Bruder und Schwester ohne Kontakt zu ihren Eltern, schutzlos dem traumatischen Geschehen ausgeliefert, und müssen allein den Weg nach Hause nehmen. Jahrzehnte später wird die Erinnerung an die verdrängten Erlebnisse erneut geweckt, und das ehedem kleine Mädchen beginnt als erwachsene Frau und Mutter eine innere Reise in die Vergangenheit. Unbeabsichtigt, aber sehr effektiv wird daraus nun wieder eine Auseinandersetzung mit der Gegenwart und der eigenen Familie.
Anne Koch-Büchel wurde am 10. Januar 1935 in Brühl/Rhld. geboren. Im Krieg lebte sie zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder - der Vater war an der Ostfront - im damaligen Mitteldeutschland. Nach Kriegsende und Schulabschluss konnte die Autorin ihren Wunschberuf erlernen. Sie zog nach Köln und schloss dort 1950 die Höhere Handelsschule mit Erfolg ab. Anne Koch-Büchel lebte viele Jahre in Irland.